Initiative "TREE of LIFE" - Organspende rettet Leben

30.10.2012 19:57

Prominente Gärtner  mit   Gesundheitsreferent  LH Dr. Josef Pühringer an der Spitze

 

Seit heute steht im Park der Linzer Landesnervenklinik Wagner Jauregg ein "Lebensbaum". Prominente Gärtner mit Gesundheitsreferent LH Dr.Josef Pühringer an der Spitze haben den "Tree of Life" gepflanzt. Die Linde soll die Besucher auf die Problematik der langen Wartezeit der Menschen, die auf ein lebensrettendes Organ warten, aufmerksam machen. Zur Zeit sind in Österreich 1028 Menschen gelistet.  Allein mehr als 800 Menschen warten auf eine Niere. In Österreich beträgt die Wartezeit auf eine Niere ca. 3 Jahre. „Jeder hat eine zweite Chance verdient. Der Baum symbolisiert die zweite Lebenschance, die eine Transplantation für einen Organempfänger bedeutet“, erklärte LH Dr. Josef Pühringer bei der heutigen Pressekonferenz.

Lebendspende als Alternative

Einen Ausweg stellt die Lebendspende dar. „Viele Leute haben Angst vor Komplikationen, doch die Entnahme einer Niere ist heute mittels Hightech-Medizin einfach und für die Patienten sehr schonend. Komplikationen sind keine zu erwarten“, berichtet Oberösterreichs Transplantationsreferent Univ.-Prof. Dr. Udo Illievich. Der Anteil der Lebendspende beträgt zur Zeit weniger als  20%. In der Schweiz ist zum Vergleich der Anteil 5x so hoch.

Gezielte Aufklärung der Bevölkerung

Das Ergebnis einer Befragung in der Linzer Innenstadt zu diesem Thema im Jahr 2007 war mehr als ernüchternd. Von ca. 500 befragten Personen wussten nur drei Menschen Bescheid, wie die Organspende und die Transplantation in Österreich gesetzlich geregelt ist. "Für das Transplantforum OÖ war das der Anlass, 2010 in Oberösterreich ein Schulprojekt zu starten. Mit Vorträgen und weiteren Angeboten für Schulen (AHS-Oberstufe, BHS, Krankenpflegeschulen,..) wollen wir den Wissenstand in der Bevölkerung verbessern Oberösterreich soll sich mit diesem "Tabu-Thema" auseinandersetzen", nennt Initiator Hubert Kehrer die Ziele dieser Aufklärungsaktion. Die Jugendlichen sollen sich im Rahmen des Unterrichts damit beschäftigen und dieses Thema in ihre Familie bringen. Das Pflegepersonal soll sich im Rahmen der Aus- und Fortbildung sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Diese und andere Aufklärungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, den Anteil der Lebendspenden in den nächsten Jahren um 10% zu steigern.

 

Fotoquelle:  Walter Kiesenhofer (Verein Diaplant)