Deutschland: Aktuelle Situation der Herztransplantation

10.02.2019 11:11

Das Groote Schuur Hospital von Kapstadt

 

Die erste Herztransplantation (1977) in Kapstadt war ein Meilenstein der Medizingeschichte. Seitdem gibt es für herzkranke Patienten die Hoffnung auf eine geeignete Behandlung. Ist das Herz stark geschädigt, kann oft nur noch ein Spenderorgan helfen. Mittlerweile sind Herztransplantationen ein durchaus häufiger Eingriff und Transplantierte können inzwischen länger als 20 Jahre überleben. Allerdings fehlt es in Deutschland an Spenderorganen. Deshalb forschen viele Wissenschaftler an der Entwicklung von Kunstherzen oder an Hilfsmöglichkeiten, um für die Patienten das Warten auf ein Spenderherz zu erleichtern.

Deutscher Herzbericht von 2018
Die Zahl der Sterbefälle durch Herzerkrankungen in Deutschland ist gesunken. Im Jahr 2016 starben insgesamt etwa 207.000 Menschen an einem Herzinfarkt, an Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder ähnlichen Erkrankungen, wie die Deutsche Herzstiftung bei der Vorstellung ihres Herzberichts mitteilte. 2015 hatte es rund 221.500 Todesfälle durch Herzkrankheiten gegeben. Die Herzstiftung sprach von einer erfreulichen Entwicklung, die auf die verbesserte medizinische Versorgung und auf die bessere Vorsorge zurückzuführen sei. Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, denn trotz der Fortschritte in der Herzmedizin hätten Herz-Kreislauf-Erkrankungen "ihren Schrecken noch lange nicht verloren", warnte Dietrich Andresen, Vorstandschef der Herzstiftung. Herzkrankheiten sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins. Insgesamt verursachten koronare Herzkrankheiten, die Grunderkrankungen des Herzinfarkts, 2016 knapp 122.300 Sterbefälle. Im Jahr davor waren es 128.230. Die Zahl der Todesfälle durch Herzschwäche nahm 2016 deutlich um rund 7000 auf rund 40.300 ab.
 
 
Quelle. 3SAT / Mediathek